Festivals: Pro und Kontra

Foto: (c) Markus Füxl

Wenn es um große Musikfestivals geht, scheiden sich die Geister. Auch unsere Redakteure Markus und Agnes haben recht unterschiedliche Meinungen dazu:

Markus: Pro
Wenn sich die ersten Taglilien und Zinnien zögerlich der Sonne entgegen strecken, beginnt auch sie wieder: Die Festivalsaison. Obwohl der Gedanke an Schlamm und warmes Bier dem einen oder anderen von euch Schauer über den Rücken treibt und ich als Mittzwanziger laut manchen Freunden und Familienmitgliedern ohnehin zu alt „für so einen Blödsinn“ sei, packe ich immer wieder gerne meinen Trekkingrucksack. Und dafür gibt es mehrere Gründe.

Agnes: Kontra
Als ich 16 war, was erschreckenderweise bereits neun Jahre zurückliegt, gab es nichts Aufregenderes und nichts, das ich mehr wollte als auf ein großes Festival zu fahren. In dem Alter fehlt einem zwar meistens noch das nötige Kleingeld, aber mit einem Ferienjob hat man das in den meisten Fällen bald beieinander. Obwohl mein Vater es nicht erlaubt hat, bin ich also mit 16 Jahren das erste Mal auf das FM4 Frequency nach Salzburg gefahren. Heute, fast eine Dekade später, ist diese Aufregung aber verflogen und es gibt viele Gründe für mich nicht mehr auf ein großes Festival zu fahren. Vielleicht geht es euch ja ähnlich.

Markus: Die Bands
Obwohl ein Kritikpunkt ist, dass die Spielzeiten der Bands viel geringer seien als auf einem Einzelkonzert, macht die schiere Masse an Künstlern gerade den Anreiz jedes Festivals aus. Bei einem Aufgebot von an die hundert verschiedenen Bands lässt es sich einfach so schön von Bühne zu Bühne treiben. Wenn man nicht nur die kommerziellen Zugpferde am Timetable fett markiert hat (Die Toten Hosen und Deichkind hängen mir zugegebenermaßen nach acht Jahren Festivalerleben zum Hals raus), sondern sich mal Zeit nimmt, auch kleinere Bühnen einen Besuch abzustatten, entdeckt man oft musikalische Perlen. Man muss sich halt nur rechtzeitig aus dem Zelt quälen.

Agnes: Der Preis
Ein entscheidender Grund liegt für viele meiner Freunde und mich darin, dass große Festivals in den letzten Jahren einfach viel zu teuer geworden sind. Mittlerweile haben wir mehr Lust darauf, uns ein schönes, gemütliches Wochenende mit Lagerfeuer zu machen, was auch weitaus billiger kommt und trinken kann man dort ebenso viel. Zelten fand ich nebenbei bemerkt sowieso nie richtig gemütlich. Aus irgendeinem Grund war’s in unserem Zelt immer nass und ein Haufen Ameisen hat sich dort getummelt.

Pro und Kontra: Bierpongs, Fingerfarben und Dosenravioli

Titelbild: (c) Markus Füxl


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Markus Füxl studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien und ist als Redakteur für mokant.at tätig. Kontakt: markus.fuexl[at]mokant.at

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