Reiseguide: Algarve (Teil 2)

Entschleunigung und genüssliche Momente scheinen den Alltag an der Algarve auszumachen. Die gemütliche Art der Portugiesen, das leckere Essen und die unzähligen Strände laden zu einem längeren Verweilen ein. (Teil 2)

Hot and Cold
Die Kraft des Atlantiks und seiner Strömungen kann man an der Algarve am eigenen Leib spüren. Aber auch die Wassertemperatur prickelt auf der Haut. Je weiter man sich von Faro entfernt und auf Sagres zubewegt, desto kühler wird die Wassertemperatur. Am Praia de Monte Cleriquo (Titelbild) angekommen, ist der Wind rauer und die Meerestemperatur frischer als an den Stränden östlich der Costa Vincente. Auch ein Pullover macht sich hier am Abend ganz nützlich. Die hohe Dichte an schönen Wellen lockt viele Surfer in den Atlantik. Wer nicht genug Zeit oder Budget für ausgiebige Surf-Sessions mitgebracht hat, der kann auch so seinen Spaß mit den salzigen Nass haben. In die brechenden Wellen zu springen und sich vom kühlen Wasser umspülen zu lassen hat einen hohen Spaßfaktor.

Den Lifestyle der Surfer aufsaugen
Eine wichtige Lektion, die viele Mitteleuropäer in Portugal lernen können, ist das genaue Leben nach der Uhr ein wenig hinten anzustellen. Nach diesem Prinzip leben auch viele Surfer. Schöne Wellen richten sich nicht nach dem runden Zeitmesser am Handgelenk und so können Surfer schon mal viel Zeit damit verbringen, auf die perfekte Welle zu warten. Stress und Zeitdruck liegt den meisten Portugiesen fern. In der flirrenden Hitze ist zu schnelle Bewegung kontraproduktiv. Warum also nicht die Reise an der Algarve nutzen, um ein wenig von der mitteleuropäischen Genauigkeit zu entspannen?

Boa Vida Bowl © Christina Seitz

Boa Vida Bowl © Christina Seitz

Insidertipps:

  1. Unbedingt im Schatten liegen: Auch wenn ein kühler Wind geht, die Sonne ist unbarmherzig.
  2. Die Gestaltung der Kreisverkehre bestaunen: An der Algarve gibt es Kreisverkehre wie Sand am Meer – umso fantasievoller sind die Architekten bei der Dekoration der runden Verkehrsinseln.
  3. Skater aufgepasst: In Aljezur bei „Liquid Mountains Surf & Activity Lodge und Guesthouse“ und „Boa Vida Social Club“ gibt es eine Mini-Ramp bzw. eine Bowl mit Ausblick über das Naturschutzgebiet Vale da Telha.

Was man auf keinen Fall tun sollte:

  1. English Breakfast bestellen: Die Lokale in den Touri-Zonen haben sich auf die Masse an englischen Touristen angepasst. Viel besser schmeckt aber das portugiesische Frühstück aus Sardinenpaste, Oliven und frischem Weißbrot.
  2. Bei roter Flagge am Strand zu weit hinaus schwimmern und das Meer unterschätzen.
  3. Mit dem Auto in die engen Gassen der Altstadt fahren und bei dem Labyrinth aus Einbahnstraßen nie wieder hinausfinden.

 Allerlei Fundstücke eines Roadtrips an der Algarve

Titelbild: (c) Christina Seitz


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