KopfhörerInnen: Thanks – No Mercy on the Mountain

KopfhörerInnen: Thanks – No Mercy on the Mountain
(VÖ: 02.06.16 | CD Baby)

(c) THANKS

(c) THANKS

8.525 US-Dollar oder umgerechnet 7.356 Euro hat die Band Thanks aus Portland, Oregon für ihr zweites Album „No Mercy on the Mountain“ durch ein Fundraising-Projekt erhalten. 108 Unterstützer haben dabei genug Geld aufgetrieben, um dem sechsköpfigen Ensemble die Chance zu geben, ihre Leidenschaft zur Musik auf einem Longplayer zu verewigen. Darauf finden aufmerksame Zuhörer Liedtexte über menschliche Abgründe und Schwärze. Gelegentliche Lichtblicke in dieser melancholischen Dunkelheit liefert das Dauerthema Liebe. Liebe geht mit Sehnsucht einher und führt unwillkürlich zur inneren Zerrissenheit. All das und noch viel mehr Gefühle haben Thanks auf ihrem neuen Album eingefangen und realisiert.

Starke Instrumente, dunkle Klänge

Andrew an der Gitarre, Noah am Keyboard, Lilly am Cello, Garrett am Bass, Drew am Schlagzeug und Sängerin Jimi Hendrix am Mikrofon – das sind Thanks. Mit ihrem zweiten Werk „No Mercy on the Mountain“ melden sich die amerikanischen Musiker wieder für eine ausgedehnte Europatournee zurück. Bereits der erste Song ist eingängig. Lost Magic verlässt man sich auf die Stärke der Instrumente. Das Lied baut sich langsam auf bis Frontfrau Jimi den Hörer Innen die ernüchternden Worte „there is no magic in this life“ entgegen wirft. Ihre Stimme erinnert an die von Florence Welch, der Sängerin der britischen Band Florence + the Machine. Die dunklen Klänge aus dem Synthesizer harmonieren durchwegs mit ihrer sehnsüchtigen Stimme. Das sechste Lied auf dem Album trägt den klingenden Namen Cannibal. Hier gipfelt die Schwärze und man erkennt das eigene Selbst als das Verderben für andere.

Musik, die aufrichtet
Die Songs sind aber nicht nur finster und voller Sehnsucht. So singt Jimi Hendrix, deren Nachname tatsächlich Hendrix lautet und ihr Spitzname Jimi, vom Aufbäumen gegen den Tod und für das Leben. Zu Beginn macht sich beim Zuhören Skepsis breit, wo diese Zerrissenheit zwischen hell und dunkel, Verzweiflung und Mut hinführt. Wird einem bewusst, dass der Ausruf „I will not die“ nicht von ungefähr kommt, sondern von der Erkrankung der Sängerin handelt, ergeben die klaren Worte am Longplayer ein stimmiges Bild. Im Album vereinen Thanks verschiedene Genres. Dark Soul Rock mit Cello-Arrangements gespickt mit Synth-Tönen liefern eingängige Melodien. Sie ziehen die ZuhörerInnen unwillkürlich in ihren Bann. Die Songs sind wohl durchdacht und mit richtig gut akzentuierten Bass-Lines durchzogen.

Die elf Kompositionen auf „No Mercy on the Mountain“ machen Mut und motivieren. Lieder wie Dark Horse oder The Only Prayer vermitteln Aufbruchsstimmung. Sie wecken Selbstsicherheit und vermitteln, dass man sich nur selbst aufrichten kann. „I build my own empire, I won´t ever drown, I will not be haunted.“ Thanks können mit Recht selbstsicher sein. Mit „No Mercy on the Mountain“ haben sie ein kompaktes zweites Album mit viel Herzblut kreiert. Freunde von rockiger Musik werden ihren Spaß daran haben. In Österreich kann man sie zwischen Mai und Juni sechs Mal erleben.

6. Mai 2016 – Spinnerei, Traun (AT)
7. Mai 2016 – Roter Gugl, Hartberg (AT)
9. Mai 2016 – Roxy, Prag (CZ)
10. Mai 2016 – Cafe Glocksee, Hannover (DE)
11. Mai 2016 – Aaltra, Chemnitz (DE)
12. Mai 2016 – Sage Club, Berlin (DE)
13. Mai 2016 – Kasseturm, Weimar (DE)
14. Mai 2016 – Jazz Lev, Leverkusen (DE)
16. Mai 2016 – Live Club, Bamberg (DE)
17. Mai 2016 – Katys Garage, Dresden (DE)
18. Mai 2016 – MUK, Gießen (DE)
20. Mai 2016 – Haus der Musik, Wien (AT)
21. Mai 2016 – Carini Saal, Lustenau (AT)
23. Mai 2016 – Weekender, Innsbruck (AT)
26. Mai 2016 – La Parenthese, Nyon (CH)
27. Mai 2016 – Hafen 2, Offenbach (DE)
28. Mai 2016 – Glashaus, Beyreuth (DE)
30. Mai 2016 – Pooca Bar, Hamburg (DE)
1. Juni 2016 – Cafe Galao, Stuttgart (DE)
2. Juni 2016 – Moritz Mutter, Leipzig (DE)
4. Juni 2016 – Kino, Ebensee (AT)

 


 

Passend dazu…

Hat dir dieser Artikel gefallen? Jetzt kannst du Supporter werden und damit unabhängigen Journalismus fördern! Wenn du über unsere neuen Artikel informiert werden willst, kannst du dich hier zu unserer Dienstagspost anmelden.

 

Sophie Minihold ist als Redakteurin für mokant.at tätig und studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien. In ihrer Freizeit ist sie auf Konzerten zu finden. Derzeitiges Lieblingslied: Beirut - No No No

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.