mokant.at feiert Geburtstag mit Shut Up Club

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Am 21. April feiert mokant.at den sechsten Geburtstag. Shut Up Club wird als erste Band die Bühne im Celeste rocken. 

Es war wie Liebe auf den ersten Blick: Seit 2014 spielen Benjamin Buchegger (Vocals), Mathias Dajeff (Bass) und Andreas Kreuter (Drums) als Shut Up Club zusammen. Ihre Musikrichtung beschreiben die Musiker als eine Mischung aus Garagerock, Blues und Rock ’n Roll. Im Gespräch mit mokant.at spricht die junge Band über ihre Heimszene Wr. Neustadt, Garagen und darüber, was uns bei der Geburtstagsfeier am 21. April erwarten wird.

mokant.at: Kommen in Wr. Neustadt die Garagerock-Bands noch aus der Garage?
Andreas: In unseren Fall fast aus der Garage.
Mathias: Aus einer Radgarage.
Andreas: Ein kleiner Extraraum, sozusagen. Für die ganze Szene in Wr. Neustadt kann ich nicht sprechen.

mokant.at: Was ist das besondere an der Szene?
Benni: Wr. Neustadt lebt eigentlich von der Punkszene. Wir sind eine der wenigen Bands, die etwas anderes machen.
Andreas: Blues und Rock ist eher unbekannt in Wr. Neustadt. Wir proben hier, weil wir alle aus der Umgebung sind und nach etwas gesucht haben, wo wir praktisch jeden Tag proben könnten. Nicht wegen dem Flair und weil die Szene so toll ist. Vielleicht machen wir sie ja besser durch unsere Musik (lacht).

mokant.at: Was entscheidet über Erfolg und Misserfolg bei aufstrebenden Bands maßgeblich?
Mathias: Für kommerziellen Erfolg braucht man Glück und man muss authentisch sein. Es ist eine Glück- und Zeitfrage.
Andreas: Ja, und die Band muss motiviert sein. Die Basis ist gute Musik, und dann muss es zum richtigen Zeitpunkt das richtige Genre sein.

mokant.at: Was sind eure Ziele, wenn wir von Erfolg sprechen?
Andreas: Den Businessplan haben wir jetzt nicht mit. (alle lachen)
Mathias: Ziel ist es, dass wir gute Musik machen und das auf einer Platte festhalten.
Benni: Und ein Gig am Arena Open Air.
Mathias: Was vor 10 Leuten um halb 3?

mokant.at: Wie weit würdet ihr euch verändern, um kommerziellen Erfolg zu haben?
Andreas: Wir würden maximal eine Seite, die wir bereits haben, betonen. Aber nicht verändern, sondern unsere Musik und wie wir zur Welt stehen beibehalten.

mokant.at: Wie steht ihr zur Welt?
Andreas: Positiv.

mokant.at: Ist Garagerock eure Musik, auch euer Lebensstil?
Mathias: Ich lebe Garagerock komplett. Ich habe jetzt ein Haus, wo die Garage im Haus integriert ist. (lacht) Und ich verbringe sicher dreißig Prozent meiner Zeit in der Garage.

mokant.at: Eure Fotos sind schwarz weiß, auf den meisten tragt ihr Hosenträger.
Mathias: Wir sind keine Rockabillyband, die auf 50er und 60er macht und das auch lebt. Aber die Zeit gefällt uns schon. Wir sind Dudes wie jeder, authentisch, und sprechen dadurch viele Menschen an.

mokant.at: Was unterscheidet euch jetzt von den anderen Bands?
Andreas: Ich hoffe trotzdem die Qualität der Musik.
Mathias: Und die Texte.

mokant.at: Wer schreibt bei euch die Texte?
Benni: Ich, eigentlich.

mokant.at: Und mehr bei Kaffee oder Bier?
Benni: Die Texte entstehen im Proberaum, wenn ich spontane Ideen habe.

mokant.at: Schon einmal überlegt, auf Deutsch zu texten?
Benni: Nein. Mir gefällt Englisch von der Sprachmelodie einfach besser. Unsere Helden singen hauptsächlich Englisch.

mokant.at: Wer sind eure Helden?
Benni: Die Artic Monkeys. Die alten Strokes. Die alten Kings of Leon.

mokant: Wenn ihr einen Song auswählen müsstet, den ihr für immer hören müsst, welcher wäre das?
Benni: From the Ritz to the Rubble – Arctic Monkeys.
Andreas: Da brauch ich jetzt ein bisschen. Ich hoffe der Akku wird nicht leer. (lacht, deutet auf das Aufnahmegerät)
Mathias: So gut kann der Song gar nicht sein. Vielleicht Tom Jones, Green Green Green Grass of Home.

mokant.at: Habt ihr einen Feelgood-Song?
Mathias: Tom Jones, Green Green Green Grass of Home.
Benni: Wonderful World von Louis Armstrong.
Andreas: Nat King Cole, Love.
Mathias: Nur Romantiker in der Runde.

mokant.at: Inspiriert die Romantik eure Musik?
Benni: Vielleicht unbewusst.

mokant.at: Habt ihr einen Guilty-Pleasure-Song?
Andreas: Beim Autofahren manchmal Bruno Mars.
Mathias: Ich als erfahrener Interviewteilnehmer enthalte mich dieser Antwort.

mokant.at: Das will unser Publikum schon lesen.
Mathias: Immer noch Green Green Green Grass of Home. (alle lachen)

mokant.at: Euer Hintergrund bei Soundcloud sind nackte Frauenbrüste mit eurem Bandnamen darübergeschrieben – eine Fotomontage?
Mathias: Das hat der Andi für uns erledigt.
Andreas: Es gibt eine Webseite, auf der kann man Slogans auf die Brüste von Frauen schreiben lassen. Das fanden wir lustig, und haben es einfach gemacht.

mokant.at: Was wollt ihr damit vermitteln?
Benni: Nichts, es war nur ein Gag, nicht ernst gemeint.
Mathias: Es soll keine frauenfeindliche Botschaft sein. Einfach eine Rock ’n Roll-Botschaft.
Andreas: Ich bin feministisch angelegt. Ich kenne genug starke Frauen, meine Freundin, meine Mutter. Ich mag Frauen. Ich weiß, wo die Grenzen sind.

mokant.at: Also einfach sex sells?
Mathias: Vielleicht ein bisschen provozieren.
Andreas: Unsere EP wird das Cover nicht tragen. Es war ein Moment-Gag und wir haben nichts Besseres gehabt.

mokant.at: Würdet ihr als Band politisch ein Statement geben? Beim Protest Song Contest spielen?
Andreas: Die Frage haben wir uns noch nie gestellt. Unsere Musik hat nichts mit Politik zu tun.

mokant.at.: Würdet ihr bei einer Veranstaltung der FPÖ spielen?
alle gleichzeitg: Nein.
Mathias: Einfach schon deshalb nicht, weil wir nicht politisch sind. Da vertrittst du plötzlich etwas, wofür du nicht stehst.

mokant.at: Was war eure schlimmste Erfahrung bei einem Gig?
Benni: Beim letzten Gig haben wir den ganzen Kühlschrank ausgeräumt.
Andreas: Die Gage war zu niedrig. Deswegen haben wir das in Bier umgewandelt.

mokant.at: Hat sich schon mal wer ausgezogen bei einem Gig?
Mathias: Wer anderer nicht. Wir ja, nach dem Konzert. (alle lachen)

mokant.at: Was erwartet uns bei eurem Auftritt bei unserer Feier?
Benni: Verzerrte, laute, gute Musik. Drei gut gelaunte Musiker.
Andreas: Und ein Roadie.

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mokant.at feiert am 21. April im Celeste neben Shut Up Club auch mit The Informal Thief. Zum Interview geht’s hier.

 

Titelbild: (c) Some Velvet Morning

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Klara Kostal ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: klara.kostal[at]mokant.at

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