Faymann: Wunschkonzert im ORF?

Foto: (c) David Steiner

Werner Faymann ist am Sonntag der einzige Gast bei Ingrid Thurnher Im Zentrum. Trotz heftiger Kritik im Vorfeld hat ein Solo-Interview durchaus auch etwas Gutes. Ein Kommentar von David Steiner. 

Im Zentrum: Einzelgespräch statt Diskussionsrunde
Seit Anfang dieser Woche steht fest, dass Bundeskanzler Faymann bei der ORF-Diskussionsrunde Im Zentrum am 13. März Ingrid Thurnher alleine gegenübersitzen wird. Der ORF nahm sich den ARD-Talk  Anne Will als Vorbild. Das Thema ist der EU-Gipfel zur Flüchtlingsversorgungskrise. Die ÖVP und die Oppositionsparteien waren darüber not amused. Sie übten Kritik an der Entscheidung des ORF und stellten dessen Objektivität in Frage.

Für besonderes Aufsehen sorgte Vizekanzler Mitterlehner, der in der ZiB2 am Mittwoch beanstandete, dass Faymann „eine ganze Sendung hat, um seine Linie zu erklären“. Mitterlehner bezeichnete den ORF als „Bestell-Fernsehen“, deponierte aber einige Momente später selbst eine Bestellung: Er wünsche sich dasselbe, was „der Herr Bundeskanzler wünscht“.

Der ZiB-Watch der APA-DeFacto zufolge hatte Faymann 2015 mehr Redezeit (in O-Ton-Sekunden, Anm. d. Red.) als Mitterlehner. Im Parteienvergleich wies aber die ÖVP die stärkste Präsenz auf. Hier zeigte sich die Dominanz der Asyldebatte, in der Mikl-Leitner im Herbst die wichtigste Akteurin war. Will Faymann 2016 diesem Trend mit Einzelauftritten wie Im Zentrum gegensteuern?

   Einzelgespräch auf Initiative Faymanns?

Titelbild: (c) David Steiner


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