Reiseguide: Tokyo

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Reisetipps für Tokyo: Die perfekte Stadt für mutige und offene Reisende.

In Tokyo ziehen sich die Gegensätze an. Wer genügend Neugierde im Gepäck hat, wird eine spannende Zeit haben, vollgepackt mit Design, Architektur und kulinarischen Genüssen wie dem Okonomiyaki. mokant.at hat wie immer die wertvollsten Reisetipps für euch zusammengefasst.

Tipp 1: Kaffee im Designer-Schick
Auch wenn man bei Tokyo nicht als erstes an Kaffee denkt, Kaffeeliebhaber werden in Tokyo mehr als fündig. Der gemütliche Cappuccino im Sitzen, als willkommene Pause vom Sightseeing, schmeckt genauso hervorragend, wie der schnelle „Coffee-to-go“ als Energiekick in der Früh.

Designer-Schick kann man sich im „the workers“ und im „Taste and Sence“ in Kombination mit einem leckeren Cappuccino ansehen. Das „Taste and Sence“ hat eine angrenzende Boutique („1LDK“), die allerdings eher den volleren Geldbeutel zum Einkaufen lockt. Aber die neuesten Modetrends durchzuschauen, kostet bekanntlich ja nichts.

„theworkers“ © Christina Seitz

Ein wenig versteckt, abseits vom Trubel und anderen Geschäften, steht in einem kleinen Garten ein altes Teehaus. Hier ist das Omotesando Koffee untergebracht. Auf Grund des Mangels an Sitzmöglichkeiten, empfiehlt es sich, den Kaffee „to go“ zu nehmen.

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„Omotesando Koffee“ © Christina Seitz

Den unserer Meinung nach besten Kaffee hat das „Sarutahiko-Café“ nahe der U-Bahnstation “Ebisu“. Wenn man Glück hat, gibt es einen freien Sitzplatz in dem kleinen Lokal, ansonsten kann man den Kaffee aus eigener Röstung, auch auf dem Weg trinken.

Tipp 2: Am Wochenende NICHT in die „Takeshita-Street“ in “Shibuya“ gehen
Nur wer Menschenmassen liebt, sollte am Sonntag-Nachmittag in die „Takeshita-Street“ gehen, wo sich die nach allen Regeln des „Cosplays“ aufgedonnerten Schulmädchen durch die Straßen drängen. Rund um den Block gibt es tolle Geschäfte, die es wert sind, den Trubel in Kauf zu nehmen (z.B. „She’llter“). Diese erreicht man aber auch über Seitengassen.

Tipp 3: Okonomiyaki probieren und es danach lieben
Sehr zu empfehlen ist hierfür das „Imari“. Der junge Koch steht in
der Mitte des winzigen Lokals am Grill und zaubert verboten

Takeshita Street © Christina Seitz

kalorienreiche „Okonomiyaki“ und andere Köstlichkeiten. „Okonomiyaki“ ist eine Art gegrillter Pfannkuchen, den es in verschiedenen Varianten gibt. Die Hauptzutat ist verquirltes Ei, welches auf die jeweiligen Zutaten auf den Grill gegeben wird. Sobald das Ei stockt, wird der Pfannkuchen umgedreht und für einige Minuten weitergegart. Am Schluss wird eine würzig-süße Sauce darauf gepinselt. Abschließend wird mit dünnen Strahlen selbstgemachter Mayonnaise verziert. Als finales „Topping“ werden getrocknete Bonito-Fischflocken darüber gestreut, die durch die Hitze des Grills zu flattern beginnen. Bei anderen Varianten werden die Bonito-Flocken beispielsweise durch Jungzwiebel ersetzt. Jeder Gast erhält seinen eigenen kleinen Spatel, mit dem er sich seinen Teil des „Okonomiyakis“ auf seinem Tellerchen anrichten kann. Nach japanischer Etikette serviert man seinen Begleitern zuerst und diese servieren wiederrum einem selbst. Als korrespondierendes Getränk empfiehlt sich etwas Alkoholisches, um den Fettgehalt des Pfannkuchens ein Pendant zu liefern. Unser Favorit ist der „Lemon Sour“, eine Mischung aus „Shochu“ (japanischem Wodka) und Soda mit Zitrone. „Oishi desu!“ („Lecker!“)

Okonomiyaki im „Imari“ © Christina Seitz

Tipp 4: Den Mix aus Tradition und Moderne in sich aufsaugen
In Tokyo widersprechen sich Tradition und Moderne nicht. Neben traditionellen Restaurants mit den klassischen Schiebetüren, schmiegen sich moderne, urbane und von der Einrichtung her bewusst reduziert gehaltene Lokale.

So modisch und cool die junge Generation in Tokyo auch ist, die zurückhaltende Art sich zu begrüßen haben sie beibehalten. Arbeitskollegen verbeugen sich beim Verabschieden und Freunde winken sich hektisch zu. Auf eine Umarmung oder ein Küsschen wird verzichtet.

Eine vergnügliche Beschäftigung ist es, in einem Café zu sitzen und das Geschehen und Treiben auf der Straße wie einen Kinofilm zu betrachten.

Tipp 5: Die Sprachbarriere überwinden
Englischkenntnisse sind in Japan nicht weit verbreitet. Dies ist auf das Bildungssystem zurück zu führen, welches die Schüler nicht zur aktiven Verwendung der Sprache ermutigt. Wer aber kühn ist und Lust auf freundlichen Kontakt mit der Bevölkerung hat, der verinnerlicht ein paar wenige Begriffe. Ein immer wieder eingestreutes „sumimasen“ (Entschuldigung) kann einem Tür und Tor öffnen. Das Wort kann multifunktional eingesetzt werden, in der vollen U-Bahn oder um den Kellner zum Bestellen oder Bezahlen zu rufen. Apropos Bezahlen: das Signal für die Rechnung im Lokal sind die überkreuzten Zeigefinger, die man gut sichtbar in Richtung des Kellners hält. Keine Scheu vor Restaurants mit japanischem Menü am Eingang; einen Kellner gibt es immer, der beim Bestellen hilft.

Insidertipps:

1) Sich den Japan-Rail-Pass checken:
Diesen können Touristen, nur außerhalb Japans, für eine, zwei oder drei Wochen erstehen. Eine einzelne Zugfahrt kostet vor Ort circa so viel wie der „JR-Pass“ für eine Woche. Das Streckensystem ist super ausgebaut, die Züge schnell und pünktlich, der Service großartig.

2) Im Supermarkt günstige Souvenirs kaufen:
In japanischen Supermärkten gibt es die besten, lustigsten und verrücktesten Souvenirs. Ob Gewürze, japanische Messer oder kuriose Süßigkeiten, in jedem Convenience-Store gibt es etwas für die Daheimgebliebenen. Und das meist günstiger als in Souvenirläden.

3) Bei „Ito-ya“ einkaufen:
Auf der edlen Shoppingmeile „Ginza“ gibt es ein mehrstöckiges Geschäft für Papierwaren, Stifte, Bastelmaterial, Stempel, Geschenkpapier und vieles mehr. Das Sortiment ist riesig und facettenreich. Unsere Empfehlung: viel Zeit zum Stöbern einplanen.

Was man in Tokyo nicht tun sollte:

1) In der Rush-Hour mit der U-Bahn fahren:
Zu Mittag und am Abend, wenn alle vom Büro nach Hause fahren, sind die Waggons der U-Bahn zum Bersten voll. Das macht keine Freude. Wenn es sich also vermeiden lässt, dann versuche diese Zeiten nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbringen. Einen Pluspunkt gibt es: Selbst in der Rush-Hour läuft das Ein- und Aussteigen reibungslos ab.

2) Zu viel Körperkontakt:
Die Japaner sind zurückhaltende Menschen. Es ist Teil der japanischen Kultur und Moral sich nicht öffentlich ab zu schmusen oder zu umarmen. Aus diesem Grund raten wir euch, den kulturellen Ethos zu wahren und neue Bekanntschaften nicht mit Küsschen links und rechts zu begrüßen.

3) In die Spielhallen gehen:
Glücksspiel ist in Japan verboten. Dieses Gesetz wird umgangen, indem an den Automaten in den Spielhallen um Punkte gespielt wird. Gewonnene Punkte können anschließend an unscheinbaren Buden in Sachpreise umgetauscht werden. In den Hallen selbst herrscht ein unwahrscheinlicher Lärmpegel, dass allein beim Vorbeigehen Tinitus-Gefahr besteht.

Titelbild: (c) Christina Seitz


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