#ParisAttacks: Terrorismus hat keine Religion

#NotInMyName, #TerrorismHasNoReligion – weltweit verurteilen Musliminnen und Muslime die Anschläge in Paris durch den IS. Auch auf mokant.at.

Sie mögen Pistolen haben, aber wir haben Blumen“, sagt ein Vater zu seinem kleinen Sohn. „Die Blumen und die Kerzen sind dazu da, um uns zu beschützen?“ fragt der Kleine. „Ja.“ Bei dem Gespräch handelt sich es um ein Interview der französischen Nachrichtensendung „Le Petit Journal“ anlässlich der Anschläge in Paris. Millionen haben das Video bereits gesehen und in sozialen Netzwerken gelikt, geteilt und kommentiert. Mit Blumen gegen Pistolen kämpfen. Das ist ein wunderschönes Bild – und genau der Weg, den wir gehen sollten.

Um Missverständnissen vorzubeugen – es ist jetzt nicht die Rede vom militärischen Vorgehen gegen den IS. Es geht jetzt um die Stimmung, die Atmosphäre, unser Zusammenleben in Europa. Denn wir sind wieder einmal an einem Punkt angelangt, wo wir uns entscheiden müssen: Wollen wir mehr Überwachung? Wollen wir alle Grenzen dicht machen? Wollen wir alle Syrer und Muslime unter Generalverdacht stellen? Wenn wir all das wollen, entscheiden wir uns dafür in Angst zu leben. Dann entscheiden wir uns auch dafür, den IS und damit den Terror gewinnen zu lassen. Es liegt an uns, uns anders zu entscheiden und andere Zeichen zu setzen. 

Gerade ist ein Hashtag wieder populär geworden, den eine Gruppe junger britischer Muslime kreiert hat: #NotInMyName – Nicht in meinem Namen. Weltweit setzen Musliminnen und Muslime damit ein Zeichen gegen die Gewalt, für die der IS den Islam missbraucht.

Auch mokant.at möchte ein kleines Zeichen setzen. Wir wollen jene muslimische Stimmen sichtbar machen, die den IS und seine Taten verurteilen und die klar in Solidarität mit den Opfern von Paris stehen. In den nächsten Tagen werden wir jeden Tag eine dieser Stimmen zeigen, die sonst viel zu wenig gehört werden würde.  

Lassen wir ein paar virtuelle Blumen wachsen.

Sofia Khomenko, Chefredakteurin mokant.at

 

 

#TerrorismushatkeineReligion, #TerrorismHasNoReligion,#notinmyname

Foto: Laura Schilling

Hariss B.:

Seine Religion ausüben wollen aber andere nicht zu respektieren ist Dummheit in der größten Form. Es kann nicht sein, dass sich die Menschheit wegen dem Glauben selbst schadet- dass der Glaube das Denken und die Taten mancher so beeinflusst ist für mich Dummheit und unverständlich. Ich bin Moslem und gegen Terrorismus egal in welcher Form er auf dieser Welt auftritt. Keine Religion ist es Wert, Menschenleben zu opfern! Der Islam ist gegen Terrorismus und gegen die ISIS!“ 

 

 

 

 

Foto: Ali Chaukair

Ali Chaukair: 

Religion ist gegen Terror. Wie sollte es auch anders sein? Als religiöser Mensch bin ich der Überzeugung, dass Gott mich nur aus dem einen Grund erschaffen hat, die höchste Stufe der Liebe zu erreichen. Ich kann diese Stufe nur durch wahren Gottesdienst erreichen, und dieser spiegelt sich wider in meiner Nützlichkeit für die Menschheit. Nur der Mensch kommt Gott näher, der Seinen Geschöpfen am meisten dient.

Terroristen dienen weder den Menschen, noch dienen sie Gott. Sie bringen nur Mord und Schrecken. Terroristen sind fern jeder göttlichen Religion, und jede göttliche Religion ist fern von ihnen.“

 

 

#terrorismhasnoreligion, #notinmyname

Foto: Bouzid Jasmina

Jasmina Bouzid:

Ich bin Muslimin und keine Terroristin, somit ist Religion, der Glaube zu Gott nicht der Grund, warum es Terrorismus gibt.Terrorismus hat keine Religion, und hoffentlich auch keine Zukunft. Obwohl wir Angst haben, der Zusammenhalt der Glaube an die Liebe und an den Frieden, macht uns stark, so stark dass wir um nichts kämpfen müssen. Die Menschheit ist eine Einheit, da es noch nicht alle wissen, zeigen wir ihnen jetzt noch mehr, dass wahre aufrichtige Liebe nicht besiegt werden kann.“

 

 

 

 

#terrorismhasnoreligion, #notinmyname

Foto: Yasin Uzun

Yasin Uzun:

Same sun, same feelings, same laugh, same cry, same problems, same fight. #terrorismhasnoreligion“

 

 

 

 

 

 

 

 

Sarah Shakir: 

„Lernt man Religionen in ihren Grundsätzen kennen, so erkennt man die Gemeinsamkeiten zwischen ihnen: Nämlich Lehren wie die Liebe, den Frieden und die Menschlichkeit. Wer diese Grundsätze verinnerlicht und dem nach lebt, dem ist das Wort „Terror“ fremd.“

 

 

Didem Şen:

„The Quran teaches us that „to kill an innocent life is like killing all mankind and to save a life is like saving all mankind“. So these terrorists are just terrorists and so I don’t consider them muslims at all. You can’t condem a whole race or religion just because of some radical who decides to hide behind a religion just to justify violence. And the fast is; DAEAH (ISIS) killed more muslims than anybody!“

Didem Sen

Didem Se

 

 

 

 

 

 

 

 

Ahmad Zamriq:

Ahmad Zamriq

Ahmad Zamriq

 

„ISIS is a cancer that hit the heart of our homeland when we rebel againt injustice and archaic values in our society. ISIS is made by dictatorial regimes. Islam is innocent of ISIS. Syrian revolution is innocent of ISIS.“

 

 

 

 

 

 

Mitarbeit beim Artikel: Laura Schilling, Judith Pataki, Nurettin Yiğit

Sofia Khomenko ist Chefredakteurin von mokant.at

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