Solidaritätskonzert: Voices for Refugees

(c) Georg Marlovics

Mit einem Solidaritätskonzert setzten am 3.Oktober 100.000 Menschen, 15 Kabarettisten und Musiker ein Zeichen am Wiener Heldenplatz. Als Voices for Refugees thematisierten sie aktuelle Probleme der Asylpolitik und forderten dabei mehr Menschlichkeit.

Initiator der Kundgebung Voices for Refugees ist der Bundesgeschäftsführer der Volkshilfe, Erich Fenninger. Die „Voices“ sind dabei auftretenden Künstler und 100.000 Menschen am Heldenplatz – gemeinsam soll ein Zeichen für eine offene Asylpolitik gesetzt werden. „Unüberhörbar möchten wir gemeinsam ein Zeichen setzen: Ein Zeichen für Menschlichkeit“, schreibt Fenninger auf der offiziellen Homepage von Voices for Refugees. Bei seiner Rede am Heldenplatz betonte er, dass Flucht kein Verbrechen sei, sondern ein Recht. Gemeinsam mit zahlreichen Hilfsorganisationen stellte Fenninger die Großveranstaltung auf die Beine. Die Liste der Unterstützer ist lange: Das Österreichische Rote Kreuz, Caritas, Arbeiter-Samariter Bund, Diakonie, Hilfswerk, die Stadt Wien und der Verein Ute Bock sind nur wenige davon.

Der Veranstalter des Nova-Rock-Festivals, Ewald Talar, kümmerte sich um das musikalische Programm. Das Kabarettisten-Trio maschek, der Die Große Chance-Sieger Thomas David und Kabarettist Thomas Stipsits machten an diesem Samstag den Anfang. Insgesamt spielten 13 Musiker, darunter heimische Bands wie Bilderbuch und Kreisky, der deutsche Künstler Konstantin Wecker und die Toten Hosen am Wiener Heldenplatz. Schon vor dem Konzert nahmen rund 70.000 Menschen an der Großdemonstration mit dem Motto Flüchtlinge willkommen vom Westbahnhof zum Parlament teil.

(c) Katharina Kropshofer
„Say it loud, say it clear – refugees are welcome here!“- Demonstrierende auf dem Weg zur Kundgebung.

(c) Katharina Kropshofer
Das Konzert und die Demonstration stehen unter dem Banner der Solidarität.

(c) Georg Marlovics
Der Eintritt zur Veranstaltung war kostenlos. Flüchtlinge wurden durch Becherpfand, den Erwerb von T-Shirts und Sammelboxen unterstützt. Alle Spenden werden für die Unterkunft und die Betreuung von Menschen auf der Flucht genutzt. Unter dem Kennwort „Flüchtlingshilfe“ kann man weiterhin über das Spendenkonto der  Volkshilfe spenden. Im Laufe des Abends sollen die Veranstalter 150.000 Besucher gezählt haben.

(c) Georg MarlovicsTagträumer, einer der ersten Acts, waren nur eine von vielen österreichischen Bands auf der Bühne.

(c) Georg MarlovicsBundespräsident Heinz Fischer: „Ich wende mich von Personen ab, die Profit aus den Flüchtlingen schlagen, sei es finanziell oder politisch“

(c) Georg Marlovics
Der von vielen ersehnte Auftritt der Toten Hosen folgte als umjubelter Abschluss um 22:00 Uhr. Frontman Campino war schon am Nachmittag ans Rednerpult getreten, um seine Solidarität mit den Flüchtlingen in Österreich und Deutschland auszudrücken.

Alle Fotos (c): Georg Marlovics

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Artikel von Katharina Kropshofer und Sophie Minihold

Sophie Minihold ist als Redakteurin für mokant.at tätig und studiert Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien. In ihrer Freizeit ist sie auf Konzerten zu finden. Derzeitiges Lieblingslied: Beirut - No No No

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