Reiseguide: Barcelona

Foto: (c) Lukas Unger

Tapas, Party und Strand: Barcelona ist die spannendste Stadt Spaniens voller Multikultur und Gaudi.

Barcelona ist ein Ort der zahlreichen Möglichkeiten, auch abseits der allbekannten Gaudi-Gebäude oder dem Menschengewusel der La Rambla gibt es wahnsinnig viel zu erleben. Ob für Genussmenschen, Partylöwen oder entspannte Reisende, die den Playa (Strand) genießen wollen, für alle ist in dieser schönen Stadt etwas dabei.

Tipp 1: Strand, Sport und Wandern – La Playa und Montserrat
Der Strand im Süden Barcelonas eignet sich zum Ausspannen, aber auch zum Sporteln. Man kann natürlich schwimmen, oder – wem das gefällt – sich an Reckstangen und anderen Geräten ertüchtigen und schwitzen, außerdem gibt es hier hin und wieder öffentliche Fitnessgruppenkurse wie Yoga. Ist der Strand zu überfüllt, bietet es sich an eine Fahrradtour entlang der Küste zu machen: einfach Fahrrad ausborgen und etwa 20 Minuten fahren, dann wird es am Strand ein bisschen ruhiger.

Wenn man raus will aus der Stadt, eignet sich der Montserrat – der „gesägte Berg“. Das Sandsteingebirge erreicht man bequem mit dem Bus. Je nach Kondition können Wanderfreudige selbst bestimmen von welchem Punkt aus sie starten und welche Route sie wählen wollen. Von den vielzähligen Gipfeln aus hat man eine schöne Aussicht, außerdem sind die Gesteinsformen wirklich erstaunlich. Für Faulere gibt es auch eine Seilbahn.

Foto: (c) Lukas Unger

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Tipp 2: Essen – Pinchos und Tapas
Ist man nach ausgedehnter Wandertour hungrig, sollte man sich zur „Carrer de Blai“ im Bezirk „El Poble Sec“ begeben. Das ist eine Straße mit einer Vielzahl an kleinen Bars, in denen es sehr günstige und gute „Pinchos“ gibt (einen Euro). Pinchos sind kleine Brötchen mit verschiedenem Belägen, wie Tortillas, Croquettas, Salchicha (Wurst), queso (Käse), etc die mithilfe von Zahnstochern fixiert werden.

Noch günstiger kommt man Montags im „100 Montaditos“ weg. Da kostet jedes der 100 verschieden gefüllten Mini-Baguettes nur 50 Cent pro Stück. Dieses Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar. Wer ebenfalls verhältnismäßig kostengünstige aber gute Tapas probieren möchte, ist in den kleinen Gassen oder Plätzen (z.B. am Placa del Sol) des Bezirks Gracia gut aufgehoben. Gracia ist nicht nur voller kleiner Geschäfte sondern auch kleiner Bars, in denen man verschiedene vegetarische, fisch- oder fleischhaltige Gerichte in schöner Atmosphäre genießen kann.

Foto: (c) Lukas Unger

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Tipp 3: Entspannung – Labyrinth und Magischer Brunnen
Wer dem Menschengewusel Barcelonas entkommen, oder sich einfach nur entspannen will, sei ein Besuch des „Parc del Laberint d’Horta“ ans Herz gelegt. Ähnlich wie in dem Gaudi-Park „Güell“ gibt es auch hier eine schöne Parkanlage – diese ist zudem günstiger und weniger bekannt. Ein nettes Gimmick des Parks ist – wie der Name schon sagt – das Labyrinth. Den Weg hindurch zu finden ist ein wenig verwirrend, aber amüsant. Geschick und Geduld sind gefragt, aber mit ein wenig Orientierungssinn überlebt man.

Ebenfalls sehr gemütlich ist ein Besuch des „Font Magica“ – des magischen Brunnens. Er liegt nur wenige Gehminuten vom Placa Espanya entfernt und bietet atemberaubende Wassershows. Dabei leuchten die Wasserstrahlen in bunten Farben zu Klängen unterschiedlicher Musikstile. Von klassischer Musik über Pop bis hin zu Disney kann alles dabei sein. Im Sommer gibt es diese Wasserspiele jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 21 bis 23:30 Uhr zu bestaunen.

Foto: (c) Lukas Unger

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Tipp 4: Nachtleben – später, länger, besser
Ähnlich wie das gesamte Tagesgeschehen kommt auch das Nachtleben in Barcelona eher zeitlich später in Schwung. Wer gerne Leute kennenlernt oder tanzt, dem sei zum Besuch von Bars und Clubs geraten – Barcelona ist bekannt für Multikulturalität und viele junge Menschen. Besonders die „Carrer de Arribau“ ist bekannt für kostengünstige Bars, in denen auch stets was los ist. Hier locken die „Chupiterias“ (Lokale mit verschiedensten Shots) viele Studenten an.

In die meisten Clubs kommt man mit „Shaz List“ vor 1:30 gratis rein (Shaz ist einer der vielen Nachtclubpromoter) mehr dazu auf http://barcelonaparties.com/.

Je später es wird desto länger werden die Warteschlangen. Deshalb eine halbe bis Dreiviertelstunde vor Ablauf der Frist dasein und auf den Dresscode achten (Männer mit kurzen Hosen werden meist nicht gerne gesehen). Getränke sind hier teuer, entsprechend vorglühen.

Foto: (c) Lukas Unger

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Insidertipps:

1. Kein Trinkgeld: In Barcelona ist es, wie auch im restlichen Spanien, unüblich Trinkgeld zu geben.

2. Falls es mal wirklich Schlechtwetter geben sollte: Viele Museen sind Sonntag Nachmittags gratis, andere zumindest am 1. Sonntag jedes Monats.

3. Feste besuchen, wenn sie stattfinden: In Barcelona wird gerne gefeiert, so gibt es viele Feste auf denen die typisch katalanische (gefährliche) Tradition der Castells ausgeübt wird. Die Castells sind Menschenpyramiden, in denen schon mal sieben Reihen von Menschen übereinandergestapelt werden.

Was man nicht tun sollte:

1. Unachtsam sein: Besonders in der Metro oder auf überfüllten Straßen wie der Rambla muss man auf sein Gepäck achten, denn das Gedränge bietet Dieben leichte Gelegenheit. In Clubs kommt es mitunter vor, dass Diebesbanden in großem Stil Handtaschen und Mobiltelefone abgreifen.

2. Die Menschen in Barcelona als Spanier bezeichnen: Die Einwohner Barcelonas sind Katalanen, sprechen ihre eigene Sprache (Katalanisch) und streben die Unabhängigkeit an. Katalanen mögen es gar nicht, mit Spaniern gleichgesetzt zu werden.

3. Wein mit Wasser mischen: „Spritzer“ kennt man in Barcelona nicht, in Lokalen bestellt man Wein und Wasser üblicherweise getrennt.

4. Wasser aus der Leitung trinken: Eigentlich kann das Wasser aus den Leitungen ohne Bedenken getrunken werden, jedoch schmeckt es abscheulich. Besser in einem Geschäft Wasser in Flaschen kaufen.

Titelbild: (c) Lukas Unger

1 Comment

  1. Martina

    26. August 2015 at 11:09

    Ich war zwar schon einmal in Barcelona, aber den magischen Brunnen habe ich nicht angesehen – ich wusste gar nicht, dass es ihn gibt!

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