Vorankündigung: Poolbar-Festival 2015

(c) Jana Sabo

Es ist wieder soweit: Der Sommer ist da und mit ihm das legendäre Poolbar-Festival in Vorarlberg. Vom 10. Juli bis zum 15. August wird ein altes Hallenbad zur Schnittstelle von Musik, Kultur und Architektur.

Festival // Soundtrack // Programm // Ausrüstung // Dresscode // Besonderheiten // Tickets

1. Festival:[wpanchor id=“festival“]
Ja, Festivals sind eh super. Aber nicht jeder steht auf Schlamm im Schlafsack, zugemüllte Campingplätze und tagelangen Verzicht auf Körperhygiene.

Die Poolbar in Vorarlberg lässt diese unerwünschten Begleiterscheinungen ganz einfach weg und präsentiert seine Programmpunkte nicht wie andere Festivals konzentriert auf zweiundsiebzig Stunden und gefühlt vierzehn Stages (Stichwort: Entscheidungsdilemma!), sondern verteilt die Acts gemütlich über sechs Wochen. Die Veranstaltungen spielen sich in einem ehemaligen Hallenbad ab, architektonisch und grafisch jedes Jahr frisch aufgehübscht.

2. Soundtrack:[wpanchor id=“soundtrack“]


Im Line-Up sind auch dieses Jahr internationale Stars mit lokalen und regionalen Künstlern durchmischt.
Dabei sind unter anderem: Jack Garratt, Aloe Blacc, Patrice, gab & gal, Wanda, Jaguar Skills, Colour Haze, Theophilus London, Käptn Peng und die Tentakel von Delphi, James Hersey, Vague, Darwin Deez, Olympique, Elektro Guzzi, Dillon, My Sleeping Karma, Kele (Bloc Party), u.v.m.

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3. Programm:[wpanchor id=“programm“]
Die Musik ist nur eine von vielen Facetten – die Programmliste kündigt außerdem an: Silent Open Air Kino, Tagebuch-Slam, Jazzbrunch, FESCH’MARKT Kleidertauschbörse, Diskussionen, Kurzfilm-Festspiele, poolTanz, Pop-Quiz, usw.

Titel wie „Tanzmarathon: Asylantenstadl“ oder „Lesung Tex Rubinowitz: Die sieben sexuellen Phantasien mit Rhabarber“ machen jedenfalls neugierig.

4. Ausrüstung:[wpanchor id=“ausruestung“]

  • Taxigeld (viel) oder Zuggeld (wenig, dafür musst du dann bis zum ersten Zug am nächsten Morgen durchhalten)
  • Für wahre Groupies: Band-T-Shirt des jeweiligen Acts (das von 2004, um subtil darauf hinzuweisen, dass du schon dabei warst, als die Band damals auf dem Frequency am Sonntagnachmittag vor zwanzig Leuten gespielt hat). Ansonsten gibt’s üblicherweise einen Merchandise-Stand – dort ist übrigens nicht selten das eine oder andere Bandmitglied anzutreffen.
  • Wörterbuch Vorarlberg-Deutsch
    (Crashkurs: Mit einem „Hoi, Vorarlberger sind di beschta Öschterricher!“ lässt dich die Person direkt in deinem Blickfeld vielleicht vor. Vielleicht.)

5. Dresscode:[wpanchor id=“dresscode“]
Das Festival hat tatsächlich ein eigenes poolbar-Modelabel – Entwürfe werden seit 2008 per Wettbewerb ermittelt, sodass jedes Jahr neu gestaltete T-Shirts, Kleider und Taschen entstehen.

Gleichzeitig ist das Poolbar-Publikum jedoch so vielfältig wie das Programm und kann je nach Art der Veranstaltung oder Musikrichtung variieren. Zieh also an, was du willst – umgeben von einer 45-jährigen Architekturliebhaberin, einem Liechtensteiner Banklehrling und einem vollbärtigen Studenten kümmert sich niemand um dein Outfit.

(c) Matthias Rhomberg

(c) Matthias Rhomberg

 6. Besonderheit: Architektur & Ästhetik[wpanchor id=“besonderheit“]
Die Gestaltung des leer stehenden Hallenbads ändert sich jährlich – angefangen von der Typografie über die Möbel bis hin zur Raumgestaltung. In Kooperation mit dem Vorarlberger Architekturinstitut und der Wirtschaftskammer Vorarlberg wird jedes Jahr ein Wettbewerb ausgeschrieben. 2015 bezieht sich das grafische Konzept auf Meta und Fose, welche für Parallelwelt stehen – dieses Thema wird sich laut den Organisatoren durch alle Ebenen des Festivals ziehen.

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(c) Robert Zanona, Michael Amann

 7. Tickets:[wpanchor id=“tickets“]
Tickets sichern kann man sich hier, der Preis variiert je nach Act. Ein Festivalpass für den ganzen Sommer kostet 199 Euro. Wer flexibel sein will, ist mit der Punktekarte gut beraten – um 69 Euro kann man damit bis zu 12 Veranstaltungen besuchen.

Einige Events sind bei freiem Eintritt, zum Beispiel können mindestens einmal pro Woche lokale/regionale Bands begutachtet werden. Auch eine der Bars, das „Wohnzimmer“, ist für alle Besucher kostenlos zugänglich.

Also: Vergesst eure gammlige Iso-Matte, geht aufs Poolbar-Festival und lasst euch am nächsten Mittag Anti-Kater-Kässpätzle von eurer Mama (oder euren großzügigen Vorarlberger Gastgebern) ans Himmelbett servieren.

Bildcredits „Soundtrack“:

Darwin Deez: (c) poolbar//festival
ElectroGuzzi: (c) Klaus Pichler
Dillon: (c) Siggi Eggertson
Patrice: (c) Joyce Ilg
Kele (Bloc Party): (c) poolbar//festival
William Fitzsimmons: (c) Erin Brown
Wanda: (c) poolbar//festival
Theophilus London: (c) Matthias Rhomberg

Titelbild: (c) Jana Sabo

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Rebecca Steinbichler ist Redakteurin und stellvertretende Ressorleiterin (Gesellschaft) bei mokant.at. Kontakt: rebecca.steinbichler[at]mokant.at

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