mokant.at Akademie: Speedwriting leichtgemacht

Diese multimediale Reportage wurden von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der mokant.at Akademie gemeinsam gestaltet

Es ist schwer, als Nachwuchsjournalist Fuß zu fassen. Junge Schreiber holen sich Tipps und Tricks bei der mokant.at Akademie für Nachwuchsjournalismus für ihre spätere berufliche Laufbahn. Die erste Herausforderung stellt die Aufgabe, eine kreative Reportage innerhalb von 8 Minuten zu verfassen.

Die folgenden Momentaufnahmen entstanden bei dem acht-minütigen Speedwriting bei der mokant.at Akademie 2015. Die Geräusche dazu gibt es hier:

Durch die weit geöffneten Fenster dringt das Rauschen des entfernten Straßenverkehrs in den sonst ruhigen, großen Saal. Schwere Holzvertäfelungen ziehen die hohen Wände optisch noch vermehrt empor. Eine leere Bühne thront am Kopf des Raumes und verleiht dem Ganzen ein fast ernstes Bild. In der Mitte des beinahe quadratischen Saals stehen etliche Tische zu einem weiteren Quadrat geformt. Um dieses drapiert sitzen rund zwanzig junge Menschen, vielleicht sogar Nachwuchsjournalisten der mokant.at Akademie, die energisch auf die Tastaturen ihrer Laptops eintippen. Viele runzeln ihre Stirn, manche sehen verloren in die Luft, beinahe als ob sie versuchen würden einen bestimmten Gedanken einzufangen. Andere schielen nervös zu ihrem Tischnachbarn und reiben sich langsam über das Gesicht. Sofia Khomenko, die Chefredakteurin, steht vor der Bühne und scheint alle mit den Worten „Letzte Minute“ aus der Ruhe zu reißen. (Kathi Rustler)

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Es ist ein sommerlich, warmer Apriltag. Die Kirschbäume blühen und hin und wieder hört man selbst in der Großstadt Wien ein Vogelzwitschern. Mädels mit Hotpants und Jungs mit Flaschenbier sitzen und chillen im Freien. Ihre Schweißdrüsen laufen auf Hochtouren, anders in der Leyerstraße 6. Dort sitzen zwanzig Jungjournalisten in einem Halbeck aus grauen Metall in einer schultheaterähnlichen Aula . Aber auch sie kommen ins Schwitzen. In nur acht Minuten sollen sie einen brauchbare Reportage schreiben. Aufgetragen hat dieses Speedwriting, bei denen die Teilnehmer energisch in die Tastenknöpfe hauen und sich aus Zeitknappheit es sich nur manchmal erlauben aufzublicken, Sofia Khomenko, Leiterin der mokant.at Akademie. (Sophie Huber)

 

Licht flutet den Festsaal in der Leyerstraße 6 und spiegelt sich auf dem frisch polierten Boden wieder. Es ist still. Nur rhythmisches Ticken von Fingern auf Tastaturen füllt den hohen Raum. Es ist leicht zu vernehmen, dass dies von den zwanzig jungen Menschen in der Mitte des Raumes kommt. Sie sitzen wie aneinander gefädelt in einem halben Rechteck auf ihren Stühlen. Jeder von ihnen starrt wie von einem Wahn besessen auf den eigenen Bildschirm. Trotz unterschiedlicher Herkunft und Interessen verfolgen sie dasselbe Ziel: Eine möglichst gute Reportage über diesen einen Moment, welche sie in ihrem Ticken und Stressen verbindet zu schreiben. „Noch 4 Minuten“, sagt Sofia Khomenko, die Leiterin der mokant.at Akademie, gelassen. Gestresstes Schnaufen kommt von einzelnen Jungjournalisten. Das Tippen wird schneller, das Starren auf die Computer angestrengter, die Mienen ernster. (Nikola Falk)

Fotocredit:  Lukas Abél

Fotocredit: Lukas Abél

Hastiges Tippen, Blicke zum Nachbarn, Blicke auf die Uhr, Stille. An sieben Tischen rund um das Zentrum des Raumes, das von Sofia Khomenko gebildet wird, sitzen zwanzig Nachwuchsjournalisten der diesjährigen mokant.at Akademie. An der Wand prangt die Projektion des Beamers: Bis 15:16 steht hier in fetten Lettern und Ziffern. Die Zeit läuft. Die Aufgabe: eine Reportage schreiben. In acht Minuten. Lautes Klackern der Tastaturen erfüllt den quadratischen Raum. Hier werden Nägel gebissen, die Sitznachbarn beobachtet und die Augenbrauen zusammengezogen. Eine neue Projektion erscheint an der Wand: Noch zwei Minuten. „Kein Druck“, verlautbart die Chefredakteurin lässig. „Letzte Minute“ – Sofia grinst wohl wissend, dass niemand im Raum eine perfekte Reportage abliefern wird. „Es ist vorbei“. (Sophie Minihold)

Rauchende Köpfe, vielen neue Ideen und die Lust auf mehr – die mokant.at Akademie für Nachwuchsjournalismus gibt einen umfassenden Einblick in die Welt des Journalismus.

 

Titelbild: (c) Moriz Mertens
Artikel von: Lukas Ableidinger, Teresa Egle, Nikola Falk, Andrea Höller, Sophie Huber, Theo Karapanagiotidis, Viviane Koth, Anastasia Lopez, Moriz Mertens, Sophie Minihold, Katharina Pirker, Katharina Rustler, Benjamin Schlöglhofer, Susanne Schöfnagl, Eva Schruf, Anna Stahleder, David Steiner, Jana Weber

 

Die mokant.at Akademie für Nachwuchsjournalismus ist ein Projekt, das sich an Nachwuchsjournalistinnen und Journalisten richtet, um ihnen eine fundierte, praxisnahe und leistbare Ausbildung zu ermöglichen.

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