Reiseguide: Rom

rom kolosseum

Reisetipps für Rom: Fünf Stunden in der italienischen Metropole

Alle Wege führen nach Rom, einer Stadt, die zum Pflichtprogramm eines jeden Weltenbummlers gehört. Architekturbegeistert hin oder her, die italienische Metropole hat einiges zu bieten. mokant.at war fünf Stunden auf Entdeckungsreise im Zentrum und hat ein paar Tipps für die ewige Stadt zusammengestellt

Foto: (c) Katharina Egg

Foto: (c) Katharina Egg

Tipp 1: Immer mit der Ruhe
Rom ist an antiken und berühmten Bauwerken kaum zu übertreffen. Doch bei so manch einem Reisenden oder einer Reisenden führt das übergroße Angebot an Kirchen, barocken Monumenten oder Klassikern aus der Rennaissance zu einem eindeutigen Überforderungssyndrom. Tipp: immer mit der Ruhe. Am besten einfach mal die Atmosphäre genießen und durch die Gassen spazieren. Dem einen oder anderen kulturellen Meisterwerk wirst du dabei ohnehin begegnen. Und wenn du dich an gewisse Regeln hältst (siehe Tipp 2), kannst du dir dann von den oberen Stufen des Vittoriano am Piazza Venezia einen guten Überblick verschaffen. Das ist ein Denkmal, das der italienischen Staatsgründungsbewegung, gewidmet wurde. Die Via Del Corso läuft hier schnurgerade durch einen Teil der Altstadt. Auch moderne Architektur findet man in Rom, dem kunsthistorischem Mekka. Das Zusammenspiel von Neuem und Altem lässt ganz besondere Eindrücke zu. Um das zu bemerken, musst du nur auf deinem Weg die Augen offenhalten und ab und zu nach oben schauen.

Tipp 2: Seriosität auf den Stiegen – Vögel müssen draußen bleiben
Zurück zum Vittoriano. Dort findet man ein interessantes Verbotsschild: Forbidden to: overcome the barriers of location. To sit. To eat and drink. To smoke. Pets. Leave paper and rubbish. Und weil das anscheinend noch nicht genug Verhaltensregeln sind, wurden wir gleich bei unserem ersten Tourifoto von einer schrillen Trillerpfeife eines Aufpassers abgemahnt. Bitte nur seriöse Fotos, keine Supermann Gesten oder ähnliches. Wer nicht auffallen will, bitte brav hinstellen lächeln. Wer sich in Gegenwart von Maschinengewehren unwohl fühlt , dem raten wir nicht bis ganz oben zu gehen. Wächter richten ihre Waffen demonstrativ auf alle, die sich einen Überblick von oben schaffen wollen.

Tipp 3: Preiswerter Energiezufuhr an der Bar
Alle, die schon einmal in Italien waren, wissen Bescheid: Ein einfacher Espresso wird umso teurer, je weiter man ihn von der Bar entfernt trinkt. Bar, Tisch und Terrasse sind die drei Stufen der Preissteigerung. An der Bar zahlt man für einen einfache Energiezufuhr 90 Cent, wobei das in der Altstadt variieren kann. Der Genuss eines echten italienischen Espressos sollte für jeden Kaffeetrinker daher ins fünf Stunden – Programm aufgenommen werden.

Foto: (c) Katharina Egg

Foto: (c) Katharina Egg

Tipp 4: Trotz häufigen Regens: Schirm zu Hause lassen
Wegen des winterfeuchten Klimas, solltest du in den kälteren Monaten unbedingt auf wasserfestes Schuhwerk achten. Schirm vergessen? Kein Problem. Sobald es leicht zu regnen anfängt, sprechen einen auffällig oft Regenschirmverkäufer rund um die Via Del Corso, die Einkaufsmeile in der Innenstadt, an. Innerhalb von Minuten ist die Gegend voll mit Händlern. Anfangs davon überzeugt, sicher keinen neuen Schirm in den Flieger mitzunehmen, wurden wir bald vom Gegenteil überzeugt. Da der Regen bei unserer Fünf-Stunden-Tour durch die Stadt immer stärker wurde und auch die mitgebrachten Knirpse kaputt gingen, haben wir uns entschlossen, einen zu kaufen. Aus einem wurden drei. Denn das Handeln ist bei römischen Gassenhändlern Pflicht!

Tipp 5: Traditionell Essen: Pizza, Tiramisu und Wiener Schnitzel
Wer Lust auf typisch italienische Gerichte hat, sollte sich auf jeden Fall doch einen Reiseführer besorgen und die kleine Übersetzungsfibel studieren. Wir haben große Augen gemacht, als wir Milanesa de Carne bestellt haben. Das ist eine Speise, auf die du lieber verzichten solltest, außer du möchtest ausgerechnet in Rom Wiener Schnitzel essen… Die berühmten Nudelgerichte gelten in Italien traditionell als „prime“ oder Vorspeisen, die Portionen sind dem entsprechend klein. „Secondi“ oder Hauptspeisen sind Fleisch- und Fischgerichte. Info am Rande: Gedeck wird in Italien überall extra verrechnet. Trinkgeld ist meist schon im Preis inbegriffen.

Drei Insider-Tipps:
1) Unbedingt aufmerksam Straßen überqueren. Die raren Ampeln werden in Rom genauso wenig beachtet, wie gedankenverlorene Fußgänger.
2) In einem Lokal auf das Klo zu gehen, zahlt sich aus. Meistens ist das stille Örtchen in ein antikes Hinterzimmer oder in einen verwinkelten Keller eingebaut. Doch bitte nicht verzweifeln, wenn du die Spülung nicht findest. Diese ist mancherorts als Fußpedal neben dem WC oder Waschbecken angebracht.
3) Wenn du in einer Gruppe am Flughafen Leonardo Da Vinci ankommst, zahlt es sich nicht nur wegen der Gemütlichkeit, sondern auch für das Geldbörserl aus, mit dem Taxi in die Stadt zu fahren. Der Fixpreis beträgt für die Strecke von cirka 45 Minuten um die 45 Euro. Eine Busfahrt kostet pro Person 11 Euro und dauert wesentlich länger.

Was Du auf keinen Fall machen solltest:
1) Milanesa de Carne mit Patatine Fritte im Restaurant bestellen (Schnitzelalarm!)
2) Espresso auf der Terasse trinken (außer dir ist der dreifache Preis bewusst).
3) Auf der Treppe des Vittorian rauchen oder Grimassen schneiden.
4) Weil du die Klospülung nicht findest, schnell das Restaurant verlassen.

Titelbild: (c) Lina Elkner


Passend dazu…
Katharina Egg leitete zwei Jahre lang das Ressort Politik. Jetzt ist sie als außerordentliche Redakteurin bei mokant.at tätig und untersucht als Publizistik-Studentin Wirkungen Sozialer Netzwerke auf Politische Kommunikation. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten am Fahrrad, auf Reisen und im Wiener Nachtleben. Kontakt: katharina.egg[at]mokant.at

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.