KopfhörerInnen: Ezra Furman – Day of the Dog

Ezra Furman – Day of the Dog
(VÖ: 24.01.2014 | Bar/None Records)

(c) ink music

Cover: (c) ink music

Der aktuelle Vintage-Trend spiegelt sich nicht nur in Mode und Instagram-Fotoeffekten wieder. Ezra Furmans neues Album „Day of the Dog“ erinnert ebenfalls an die gute alte Zeit. Die Tonqualität ist nicht zu clean, durch das Saxophon schwingt der Rock’n’Roll der Fünfzigerjahre mit. Auf Konzerten kommt Furman damit sicher gut an und dürfte wohl den Hipster-Zeitgeist treffen.

„Day of the Dog“ ist Furmans zweites Album ohne die Harpoons. Unterstützung hat er sich von The Boy-Friends geholt, die ihn schon auf seiner letzten Tour begleitet haben. Obwohl sein Solodebutalbum erst vor einem Jahr erschienen ist, hat sich Ezra Furman musikalisch sehr stark weiterentwickelt. Weinerliche Lieder wie „Are You Gonna Break My Heart?“ findet man hier nicht.

Im Gegenteil – Furman hat seine Wut in ein Album gepackt: Gleich der erste Track des neuen Albums („I Wanna Destroy Myself“) wäre als Hintergrundmusik geeignet, wenn man gerade dabei ist, mit einem Vorschlaghammer eine Wand einzureißen. Aber nicht alle Lieder animieren zum Vandalismus, die erste Single „My Zero“ beispielsweise ist wesentlich ruhiger, aber nicht weniger ohrwurmtauglich.

Das Album beinhaltet sehr facettenreiche Lieder, die vor allem durch Furmans raue Stimme zusammengehalten werden. Auch wenn es so wirkt, als hätte die Motivation im Laufe der 13-Titel-Platte etwas abgenommen – langweilig wird „Day of the Dog“ nie. Und spätestens bei „Anything Can Happen“ und „At the Bottom of the Ocean“ ist der Funke wieder da. Der wird hoffentlich auch am 09.02.2014 überspringen, wenn Ezra Furman im Chelsea in Wien spielt.

Alissa Hacker ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: alissa.hacker[at]mokant.at

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