Weihnachten: Der Grinch 2.0

mokant.at> foto: sabrina freundlich

Sieben Tipps für Weihnachtsverweigerer oder „Wie werde ich die Verwandtschaft los?“

Mit Punsch und Keksen kann man dich jagen? Die Vorstellung einer fröhlichen Weihnacht im Kreise deiner Liebsten löst bei dir den sofortigen Fluchtreflex aus? mokant.at hilft weiter! Unser Grinch 2.0 hat für jeden Familientypus eine passende Gemeinheit im Sack und erstickt aufkeimende Weihnachtstimmung im Nu.

Tipp 1: Für Genießer – Vegane Weihnacht oder „Alter, hast du keine Eier?“
Kekse, Braten und Co. sind für deine Familie ein absolutes Muss? Warum nicht genau zu Weihnachten die eigene Tierliebe entdecken und vegan kochen! Statt der traditionellen Weihnachtsgans oder Omas legendärem Braten gibts heuer einfach nur Beilagen- so sie aus Gemüse oder Tofu sind, das versteht sich ja von selbst.

Kulinarisch abwechslungsreich: dein Eierlikör ohne Eier! Fehlende tierische Zutaten wie Milch, Sahne oder Dotter einfach durch eine beliebige Menge des im Rezept angegebenen 96 prozentigen Alkohols ersetzen und das Weihnachtswunder lässt nicht lange auf sich warten.

Tipp 2: Für Konsumfetischisten – nachhaltig schenken
Wer noch nicht vegan ist, wird erst einmal zum Öko gemacht! Am besten mit selbstgebastelten Geschenkalternativen zum weihnachtlichen Konsumterror: Eine mit Naturfarben selbst gebatikte Seidenkrawatte für den Schwiegerpapi in spe? Selbst hergestellte organische Seife aus Bio Lavendel für die Halbschwester deiner Cousine? Selbst Gestricktes und Genähtes aus deiner liebevollen Hand?! Das soll vor allem bei der jüngeren Verwandtschaft gut ankommen! Was, du kannst nicht nähen, stricken oder basteln?! Kein Problem, man wird dich für deine originellen Ideen einfach so lieben, wie du bist! Sollten deine Verwandten bereits zu den Ökos und Bios zählen, befolgst du am besten den Slogan der Wirtschaftskammer um ihnen richtig auf den Geist zu gehen (siehe Tipp 3).

Tipp 3: Für Ökos – „Gehts der Wirtschaft gut, gehts uns allen gut!
Besonders die ganz Kleinen sollten zur Freude der Öko Mamis und Papis  mit möglichst viel und vor allem möglichst lautem Spielzeug erstversorgt werden. Dabei gilt: Das (Klein-) Kind, das nach dem Auspacken vollkommen im Geschenkpapiermüll verschwunden ist, hat gewonnen! Auf jeden Fall sollte aber am Ende nie mehr als ein Haarschopf zu sehen sein.

Immer wieder ein Geschenke – Klassiker: das Schlagzeug! Eine erste Eigenkomposition des talentierten Nachwuchses unter dem Baum hebt stets die Stimmung aller Anwesenden.

Tipp 4: Für Distanzierte – Der Mistelzweig oder „Knutsch den Opa“
Hierfür benötigst du: Mistelzweige (einen pro Fluchtmöglichkeit), versperrbare Türen

Wenn sich dank der musikalischen Frühförderung der lieben Kleinen nun die halbe Verwandtschaft an den versperrten Ausgängen sammelt, schlägt der mokant Grinch zu: sadistische Weihnachtselfen haben ihm nämlich dabei geholfen, an jedem Türstock einen Mistelzweig anzubringen. Wer raus will, muss knutschen – und zwar ausnahmslos jeden Verwandten… Aber Achtung: Rüstige Rentner sind dabei nicht zu unterschätzen! Sichere daher auch deine Fenster mit den hübschen Zweiglein.

Tipp 5: Für Eigenheimbesitzer – der Wohnungsbrand
Ist die Stimmung trotz all deiner Gringe ®C Bemühungen noch immer auf dem weihnachtlichen Höhepunkt, hilft nur noch eines: Lametta. Angebracht genau über den Kerzen der schmucken Festtagstanne wirkt es als echter Brandbeschleuniger.

Für die Experimentierfreudigeren unter euch: Einfach die kleine Jesus Krippe unterm Baum mit Stroh und Wunderkerzen dekorieren. Die kleinen Funken sind immer wieder ein hübscher Hingucker!

Für welche Variante du dich auch entscheidest, die hoffentlich eintreffende Feuerwehr wird die Stimmung schnell und zuverlässig abkühlen.

Tipp 6: Für gut Versicherte – das Finale oder „Mama, schau, die Polizei!“
Ein Einsatzfahrzeug ist dir nie genug?! Schenk einfach noch mehr von deinem veganen Eierlikör aus! Je nach Trinkverhalten deiner Verwandtschaft stellen sich wahlweise Polizei oder Rettung sicher ganz schnell ein. Mit ein bisschen Glück gibt’s ein Weihnachtswunder und es kommen sogar beide!

Tipp 7: Für Hartnäckige – Oliver Haidt oder der Todesstoß
Dass Last Christmas von Wham im Dezember die Nation in zwei Lager spaltet, ist schon lange bekannt. Es gibt die absoluten Wham Befürworter, die den ganzen Song auch im Schlaf mitsingen. Auf der anderen Seite steht das Lager der Todesverächter. Sie können Last Christmas über imaginäre Sensoren auf einen Umkreis von drei Kilometern wahrnehmen und greifen dann schleunigst zu ihren Kopfhörern um sich gegen den Beschall zu schützen. Statistisch gesehen wird es in deiner Familie also sowohl Fans als auch Todesverächter geben? Wie also die ganze Verwandtschaft schnell und sicher auf einmal los werden?

Die Antwort: Oliver Haidt (diese Möglichkeit solltest du aber wirklich nur in absoluten Notsituationen in Betracht ziehen)! Denn wenn der österreichische Schlagersänger mit seinem Zahnpastalächeln und seinem Bubigesicht „Weihnachten im Himmel“ schmettert, zerspringen sogar die Kugeln am Weihnachtsbaum. Sollte das die geliebte Verwandtschaft nicht zum sofortigen Rückzug bewegen, lieben sie dich vermutlich mehr als du sie und nicht einmal der mokant Grinch kann dir jetzt noch helfen.

Titelbild: mokant.at> foto: sabrina freundlich

 

Manuela Griessbach ist als Leiterin des Ressorts Gesellschaft für mokant.at tätig. Kontakt: manuela.griessbach[at]mokant.at

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