Reiseguide: Salzburg

Foto: (c) Barbara Tiefenbacher

Reisetipps für Salzburg: Ein paar Tage abseits der altbekannten Sehenswürdigkeiten

Die Stadt Salzburg ist ein kultureller Treffpunkt mit viel Geschichte, Mythen und Märchen, die eine Einheit mit der endlos erscheinenden Landschaft und den unzähligen Bergkuppen bildet. Gerade Touristen schenken Ersterem oft mehr Beachtung, doch mokant.at hat die typischen Salzburgrouten verlassen, um kleine Dörfchen und spektakuläre Abenteuer zu erleben.

Bild: (c) Barbara Tiefenbacher

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Tipp 1: Uriges Heimatgefühl
Wer Urlaub in einem der unzähligen kleinen Dörfchen Salzburgs erleben will, ist in Mariapfarr gut aufgehoben. Die Gemeinde liegt im Bezirk Lungau und zählt 2.300 Einwohner. Hier kennt jeder jeden, was den Charme Mariapfarrs ausmacht: Es herrscht uriges Heimatgefühl und unglaublich nette Leute bescheren einen Aufenthalt weit weg von den typischen Salzburger Touri-Routen.

Tipp 2: Kleine Stadt – großer Eindruck
Die niedlichen Altstädte des Landes lohnen einen Kurzbesuch, denn es muss nicht unbedingt die Stadt Salzburg sein, um einen tollen Ausflug zu erleben. Die verträumte Halleiner Altstadt etwa eignet sich für einen Großeinkauf eher weniger, dafür stolpert man über viele Souvenirgeschäfte, in denen für jeden etwas dabei ist. Wenn man Glück hat, finden sogar Veranstaltungen wie Ausstellungen, Märkte, Vorträge oder Konzerte statt. Angenehm ist vor allem die Gastfreundschaft, die man in Restaurants und Lokalen spürt. Man merkt, dass kein Unterschied zwischen Einheimischen und Fremden gemacht wird. Wer noch ein bisschen mehr Zeit hat, kann in Hallein außerdem die touristische Attraktion der Salzwelten, das älteste Salzbergwerk der Welt, oder eine Fahrt auf Salzburgs längster Sommerrodelbahn erleben.

Bild: (c) Barbara Tiefenbacher

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Tipp 3: Echte Filmkulisse erleben
Das Schloss Moosham gehört zur Gemeinde Unternberg im Lungau und weist eine sehr lange Vergangenheit auf. Graf Hans–Nepomuk Wilczek kaufte vor 127 Jahren das Anwesen und unterzog es einer gründlichen Restaurierung. Dass der werte Herr ein leidenschaftlicher Kunstsammler war, lässt sich schwer verbergen. Überall im Schloss findet man Altertumsschätze, alte Lungauer Kachelöfen, Truhen, Trachten, Waffen sowie Zimmervertäfelungen, die dem Anwesen einen edlen Touch verleihen. Als besonders schaurig entpuppen sich die Folterkammern, in denen man sich direkt zurück ins Mittelalter katapultiert fühlt. Das Schloss wurde Schauplatz vieler Hexenprozesse und insgesamt 66 Hinrichtungen. Auch Filmproduzenten wurden schon auf das Anwesen aufmerksam und wählten es als Filmkulisse. So wurden bereits „Die Schöne und das Biest“, „Das Vermächtnis der Wanderhure“, „Dornröschen“ oder „Komm nur, mein liebstes Vöglein“ in Moosham gedreht. Wer sich also für eine Führung durch das Schloss entscheidet, begibt sich auf eine Zeitreise, die man so schnell nicht vergisst.

Bild: (c) Barbara Tiefenbacher

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Tipp 4: Pures Adrenalin in der Klamm
Ein wirklich spektakuläres Abenteuer erlebt man, wenn man sich für eine Canonyingtour entscheidet. Unter Canyoning versteht man das Begehen einer Schlucht von oben nach unten, meistens in einer Klamm. Je nach Schwierigkeitsgrad gelangt man durch Abseilen, Klettern, Rutschen, Springen, Schwimmen und teilweise auch Tauchen ans Ziel. Obwohl man vom Anbieter einen Neoprenanzug zur Verfügung gestellt bekommt, ist die Kälte des Wassers nicht zu unterschätzen. Doch wem ein kleines Kneipp-Erlebnis nichts ausmacht, bietet diese actionreiche Tour den puren Adrenalinkick – spätestens, wenn die Bezahlung fällig ist!

Drei Insider-Tipps:
1. Bei Wandertouren unbedingt einschmieren. Auch wenn es auf 1.500 Höhenmetern sehr frisch sein kann – die Sonneneinstrahlung ist dafür umso stärker.
2. Frische Buttermilch auf einer Alm probieren!
3. Canyoningtouren unbedingt im Voraus buchen! Die Plätze sind schneller weg, als man denkt.

Was du auf keinen Fall machen solltest:
1. Auf Almhütten unhöflich sein: Unfreundlichkeit wird auf der Alm mit schlechtem Service bestraft.
2. Seine eigenen Fähigkeiten überschätzen – besonders in den Bergen.
3. Im Schloss Moosham fotografieren, da es verboten ist. Die Kamera eingesteckt lassen und dafür der Führung mehr Aufmerksamkeit schenken!

Titelbild: (c) Barbara Tiefenbacher

Barbara Tiefenbacher ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: barbara.tiefenbacher[at]mokant.at

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