Polo to the Masses: „Polo ist gefährlich“

Michelly, Adrian und Kevin von Polo to the Masses sprechen über Zaubergärten und Britney

Polo to the Masses ist wohl eine der wenigen Bands, die ihren Stil selbst als „Indie/Alternative“ bezeichnen würden. Das liegt daran, dass durch die verschiedenen Geschmäcker der Bandmitglieder ihre Musik dieses große Spektrum widerspielgelt. Im Interview erzählen sie unter anderem, welche Musik sie privat hören und was sie am liebsten essen.

mokant.at: Gleich am Anfang habe ich eine Frage zu einem Bild von euch: was hat es mit der Badewanne im Wald auf sich?
Adrian: Das ist mein Garten, da haben wir ein Fotoshooting gemacht.
Kevin: Wir nennen den Garten auch liebevoll unseren Zaubergarten. Da steht eine Badewanne und so Zeug herum.

mokant.at: Die Festivalsaison hat gerade begonnen. Wo wird man euch diesen Sommer treffen?
Michelly: Ich werde wahrscheinlich am Frequency sein, wie jedes Jahr.
Kevin: Ich wäre gerne auf ein kleines Acousticfestival in Kärnten gefahren, das Acoustic Lakeside, aber das ist leider schon ausverkauft. Da würden wir auch gerne irgendwann einmal spielen, vielleicht nächstes Jahr (lacht).

mokant.at: Also würdet ihr gerne selbst einmal auf einem großen Festival spielen?
Michelly: Auf jeden Fall!

mokant.at: Was war bis jetzt der coolste Auftritt, den ihr gespielt habt?
Michelly: Der im Shelter!
Adrian: Ja, würde ich auch sagen.
Kevin: Da sind wir uns, glaube ich, alle einig. Das war unser fünftes Konzert und die Stimmung beim Publikum hat einfach gepasst und es waren auch echt viele Leute da, dafür, dass wir erst so kurz existieren.

mokant.at: Es hat, glaube ich, jeder ein paar Lieder auf seinem iPod, die man ziemlich oft hört. Welche sind das bei euch?
Michelly: Als ich das letzte Mal nachgeschaut habe, war ich noch sehr jung und dementsprechend war es „Toxic“ von Britney Spears (lacht). Das ist ’ne geile Nummer, muss ich ehrlich sagen!

mokant.at: Ich denke, jeder hat Lieder, die er gerne hört, von denen er es nicht unbedingt zugeben würde.
Michelly: Stimmt, aber ich bin ehrlich. Aber momentan wird es wahrscheinlich etwas von Bilderbuch sein.
Kevin: Bei mir zählen zu den meistgehörten Liedern sicher viele von Radiohead und Kasabian. Interpol höre ich auch wieder ziemlich viel.
Adrian: Bei mir wird es wohl irgendetwas von Queens of the Stone Age oder Gorillaz sein.

mokant.at: Haben eure Hörgewohnheiten Einfluss auf euren Musikstil?
Michelly: Britney Spears war aber noch vor Polo (lacht)! Sonst auf jeden Fall. Wir hören eigentlich alle sehr unterschiedliche Musik und da entsteht sicher ein Einfluss auf die Musik, die wir machen. Unsere Leadsängerin Klara (beim Interview nicht anwesend, Anmerkung der Redaktion) hört sehr viel Klassik und Jazz, auch die Beatles, so ein Misch-Masch …
Kevin: … und das versuchen wir auch an unsere Musik weiterzugeben. Wir versuchen, ein möglichst großes Spektrum abzudecken und nicht nur eine Masche von Songs zu haben. Wir haben einige funkige Nummern, hin und wieder melancholische Balladen, dann auch wieder Indie-Songs, die mehr abgehen, und wir versuchen, das so ehrlich wie möglich darzustellen, auch live.

mokant.at: Bei euren Konzerten sagt ihr vor einem Lied, dass man an den Lehrer oder die Lehrerin denken soll, in den oder die man früher verliebt war. Wer war das bei euch?
Michelly: Das Lied hat Klara geschrieben. Bei ihr war es der BE-Lehrer, ich hatte einen Crush auf einen Vertretungslehrer für Mathe und Chemie.

mokant.at: Auf den Konzerten oder auf eurer Facebookseite macht ihr hin und wieder auf gesellschaftspolitische Themen aufmerksam. Ist das etwas, wofür ihr euch persönlich sehr engagiert und benutzt die Band dafür als Plattform?
Michelly: Es stimmt schon, dass wir in der Vergangenheit politisch aktiv waren, aber ich würde nicht sagen, dass wir die Band dafür als Plattform benutzen. Aber wenn uns irgendwelche Sachen wirklich, wirklich wichtig sind und wir finden, man sollte etwas darüber erfahren, dann ist es praktisch, wenn man die Möglichkeit hat. Es ist aber nicht so, dass wir das in unsere Musik einbringen wollen.

mokant.at: Was sind eure Pläne für die nähere Zukunft?
Michelly: Wir fahren im Herbst auf eine Europatour mit der amerikanischen Indieband Anatomy of Frank und wir nehmen dann ein Album auf. Außerdem erscheint im Herbst unsere erste Single. Im Sommer müssen wir noch brainstormen und neue Lieder schreiben und die Tour nutzen wir dann auch, um zu sehen, welche Lieder gut ankommen, welche dann aufs Album kommen.

mokant.at: Gibt es für euch irgendwelche Highlights, wo ihr spielen werdet?
Kevin: Der erste Termin ist in Paris, dann spielen wir zwei Tage in der Schweiz, dann spielen wir einen Tag in Wien und dann geht’s noch nach Polen.

mokant.at: Mir ist aufgefallen, ihr tragt alle eine coole Kopfbedeckung. Gibt es einen Dresscode bei Polo to the Masses?
Michelly: Dresscode gibt es keinen (lacht). Wir beide (zeigt auf Kevin) sind leidenschaftliche Hutträger.
Adrian: Naja, Polo ist ein gefährlicher Sport! (kollektives Gelächter)

mokant.at: Welche Frage würdet ihr gerne von einem Interviewpartner gestellt bekommen?
Polo to the Masses: längere Pause
Michelly: Was ist dein Lieblingsessen?

mokant.at: Und das wäre?
Michelly: Chop Suey.
Kevin: Mexikanisch.
Adrian: Fajitas.

mokant.at: Meine Abschlussfrage: Was ist cooler – Giraffen oder Schildkröten?
Michelly: Oh mein Gott, das ist gemein, das sind zwei meiner Lieblingstiere! Ich würde sagen eine Schildraffe. Eine Giraffe mit einem Schild, das wäre genial.
Kevin: Ich finde Schildkröten cooler, muss ich sagen. Die sind einfach total gemütlich, werden ewig alt und haben ein schönes Leben… wenn sie nicht gefangen und gegessen werden (lacht).
Adrian: Ich bin für Schildkraffe.

 Titelbild: (c) Natascha Oth

Alissa Hacker ist als Redakteurin für mokant.at tätig. Kontakt: alissa.hacker[at]mokant.at

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